Unsere Methoden

Wir arbeiten auf Grundlage und mit Methoden der Positiven Psychologie, daher hat unser Institut auch seinen Namen. Außerdem liegen in unserem methodischen Werkzeugkasten Techniken aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren), der Ansatz „The Work“ von Byron Katie, systemische Strukturaufstellungen und weiteres. Alle Methoden, die wir anwenden, haben auch uns selbst persönlich inspiriert und bereichert.

Glück hängt nur zu einem geringen Anteil vom Zufall ab. Aktuelle Forschungsergebnisse aus der Positiven Psychologie belegen, dass Glück vor allem das Ergebnis von individuellen Entscheidungen ist. Glück resultiert aus einem Prozess, den wir beeinflussen können:

  • durch unsere Lebensführung
  • durch ein Bewusstsein für das Besondere in scheinbar kleinen Momente im Leben
  • durch Fokussieren unserer Gedanken auf das, was in unserem Leben gerade gelingt

Ein solches Denken und Handeln können wir trainieren, so dass es durch Wiederholungen uns irgendwann zur Gewohnheiten wird.

Das heißt: Alle können Glück lernen. Auch du!

Was ist NLP?

Die Abkürzung NLP steht für Neuro-Linguistisches Programmieren. Das NLP-Modell entstand in den frühen 1970er Jahren in Kalifornien. Die Begründer sind der Linguist John Grinder sowie der Mathematiker und Psychologe Richard Bandler. Ihr Interesse galt insbesondere der Psychotherapie. Gemeinsam beschäftigten sie sich mit den Fragen:

  • Was machen erfolgreiche Menschen eigentlich anders als weniger erfolgreiche, die auf den ersten Blick genau das Gleiche tun?
  • Wie können diese Fähigkeiten so beschrieben werden, dass sie anderen Menschen vermittelt werden können? Wie kann man sie modellieren, damit andere genauso gut wie ihre Vorbilder werden?

Dazu haben Grinder und Bandler die Strukturen untersucht, wie Menschen Sinneseindrücke und Erfahrungen verarbeiten. Die Erkenntnisse aus dieser Forschung nutzen wir im Coaching, um eine lösungsorientierte Veränderungsarbeit anzustoßen. Basierend auf Modellen der menschlichen Wahrnehmung macht NLP bewusst, welche Faktoren unser Erleben steuern und wie wir unsere Erfahrungen selbst erschaffen und verändern können.

Zur Vertiefung empfehlen wir die kostenlose Broschüre „Denkanstöße“, herausgegeben vom Deutschen Verband für NLP (DVNLP).

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NLP als Methode im Coaching

NLP-Methoden machen es möglich, dass Menschen ihre persönliche Stärken entdecken, in Kontakt mit bisher verborgenen Potenzialen kommen, ihre wirklichen Ziele erkennen und neue Lösungen für alt bekannte Probleme sehen. NLP ist heute in der deutschen Weiterbildung die am häufigsten angewandte Methode.

Professionelle NLP-Ausbildungen verfolgen in diesem Zusammenhang grundsätzlich folgende Ziele:

  • Größere Bewusstheit über die Prozesse, die das eigene Erleben steuern
  • Verfeinerung des Verständnisses für zwischenmenschliche Kommunikationsprozesse
  • Mehr Flexibilität im Umgang mit unterschiedlichen Menschen und mit den Herausforderungen einer sich wandelnden Welt
  • Verbessern der Beobachtungsgabe durch schärfere Sinne
  • Stärkung der Fähigkeit, persönliche Ziele zu formulieren und auch gegen Widerstände zu verwirklichen

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Entstehungsgeschichte des NLP

Die erste Entwicklung des NLP-Modells in den 1970er Jahren durch John Grinder und Richard Bandler basiert auf der Arbeit dreier herausragender Therapeut:innen: Virginia Satir (Begünderin der Systemischen Familientherapie), Fritz Perls (Mitbegründer der Gestalttherapie) und Milton H. Erickson (Begründer der modernen Hypnotherapie).

Bandler und Grinder gingen von der Hypothese aus, dass diese drei Menschen trotz unterschiedlicher Konzepte Gemeinsamkeiten im konkreten Handeln haben müssten, mit denen sie ihre Klient:innen bei der Veränderungsarbeit unterstützen.

In der Tat benutzten diese drei erfolgreichen Therapeutinnen und Therapeuten eine Anzahl ähnlicher Grundmuster. Bandler und Grinder verfeinerten diese Muster und bildeten daraus ein elegantes eigenes Modell. Die ersten Veröffentlichungen von ihnen dazu erschienen in den Jahren 1975 bis 1977. Damit war der Grundstein fürs NLP gelegt, wie wir es bis heute kennen.

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Verschiedene Einflüsse und Ausprägungen des NLP

Starke Einflüsse kamen in den Anfangsjahren von Gregory Bateson, einem britischen Anthropologen, der sich ebenfalls in Kalifornien mit Kommunikation und Systemtheorie auseinander setzte. In das NLP flossen außerdem Theorien von Alfred Korzybski ein, dem Begründer der "Allgemeinen Semantik", ebenso wie von Noam Chomsky, der das Modell der Transformationsgrammatik entwickelt hatte.

Seit den 1980er Jahren werden die Entdeckungen Bandlers und Grinders maßgeblich von Robert Dilts und Judith DeLozier, Steve und Connirae Andreas sowie Charles Faulkner weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei das Modellieren außergewöhnlicher Fähigkeiten und das Studium der subjektiven Struktur des Denkens.

Inzwischen sind sehr unterschiedliche Ausprägungen des NLP entstanden, die in verschiedenen Feldern angewendet werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Management und Persönlichkeitsentwicklung
  • Coaching, Beratung und Supervision
  • Psychotherapie und andere Felder im Gesundheitswesen
  • Pädagogik und Didaktik
  • Kunst und andere kreative Bereiche

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Die Grundannahmen des NLP

NLP ist nicht nur eine Sammlung wirksamer Werkzeuge und Techniken, sondern auch eine nützliche Einstellung für die persönliche Weiterentwicklung. In unseren NLP-Ausbildungen lernst du die Grundannahmen des NLP kennen und bist am Ende in der Lage, sie in deinen Alltag zu integrieren. Mit diesen Grundannahmen im Hinterkopf zu handeln und zu kommunizieren bedeutet, dass unser Leben und unsere Interaktionen mit anderen effektiver, interessanter, friedvoller und reichhaltiger werden.

  • Menschen reagieren auf ihr Bild der Realität, nicht auf die Realität selbst. Die Landkarte ist nicht das Gebiet.
  • Hinter jedem Verhalten steht eine positive Absicht.
  • Jedes Verhalten ist in irgendeinem Kontext nützlich.
  • Menschen haben alle Ressourcen in sich, die sie für eine gewünschte Veränderung brauchen.
  • Unsere Gefühle regulieren wir selbst.
  • Die Energie fließt dahin, wo die Aufmerksamkeit ist.
  • Die Basis für wirksame Kommunikation ist Rapport.
  • Je mehr Wahlmöglichkeiten ein Mensch in einer Situation hat, desto besser.
  • Menschen treffen immer die beste Entscheidung, die sie zu diesem Zeitpunkt treffen können.
  • Wenn etwas nicht funktioniert, mach etwas anderes.
  • In der Kommunikation gibt es kein Versagen, nur Feedback.
  • Widerstand ist eine Aussage über uns, nicht über unser Gegenüber.

Alle Grundannahmen sind gleich wichtig. Für die Arbeit mit NLP gehen wir davon aus, dass sie wahr sind, ohne deren Allgemeingültigkeit zu behaupten.

Was ist das?

The Work of Byron Katie ist eine einfache und gleichzeitig radikale Methode, stressvolle Überzeugungen zu entdecken und zu untersuchen. Sie besteht aus vier einfachen Fragen und den Umkehrungen des Gedankens. Mithilfe von The Work kannst du dich noch einmal in Situationen hineinversetzen, die du als belastend erlebt hast, und die Situation für dich neu bewerten.

Die Neurobiologie belegt, dass durch unser Gehirn jeden Tag etwa 60.000 Gedanken zucken. 95 Prozent dieser Gedanken sind jeden Tag die gleichen. Jeder einzelne Gedanke – egal, ob er ins Bewusstsein dringt oder nicht – hat eine Reaktion im Körper zur Folge: entweder friedlich oder stressvoll. Die Methode The Work of Byron Katie eröffnet uns die Möglichkeit, die Gedanken näher anzuschauen, die uns Stress bereiten, und ihren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen.

The Work ist 1986 entstanden. Inzwischen befragen weltweit Millionen Menschen ihre stressvollen Gedanken mit The Work. Alle, die Interesse und etwas Offenheit mitbringen, können The Work praktizieren.

Die Anwendung von The Work of Byron Katie bewirkt sehr häufig radikale Veränderungen des eigenen Erlebens und Verhaltens. Für uns ist The Work wie Yoga für den Verstand: Wir helfen dem Verstand, sich in verschiedene Richtungen zu dehnen und werden dadurch mental flexibler, ausgeglichener und ruhiger.

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Anwendung von The Work of Byron Katie



1. Identifiziere deine stressvollen Gedanken, indem du sie zu Papier bringst


Auch wenn wir es nicht gerne zugeben – unser Verstand ist häufig damit beschäftigt zu beurteilen, was andere Menschen anders machen sollten, wie sie sich uns gegenüber verhalten sollten oder was sie in ihrem Leben falsch machen. Diese Art von stressvollen Gedanken haben wir zum Beispiel über unsere Freunde, Kolleginnen, Partner:innen, Eltern, Geschwister, den neugierigen Nachbarn, die Chefin,…

The Work nutzt diese Gedanken zur Selbsterkenntnis.

Zunächst darf sich der Verstand auf dem Arbeitsblatt „Urteile über deinen Nächsten“ ausleben. Schreib deinen stressvollen Gedanken ganz oben auf das Arbeitsblatt und füll es dann vollständig aus. Notier möglichst wortgetreu, was in deinem Kopf ist. Zensier deine Gedanken nicht. Sei kleinlich, nachtragend, spießig und egoistisch, sei wie ein trotziges, bockiges Kind.


2. Beantworte die vier Fragen

Jede Aussage des Arbeitsblatts wird nun mit den folgenden vier Fragen untersucht und anschließend umgekehrt. Nimm dir Zeit, geh nach innen, schließ deine Augen und lass die Antworten in dir auftauchen.

  • Ist das wahr?
  • Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  • Wie reagierst du, wenn du diesen Gedanken glaubst?
  • Wer wärst du ohne den Gedanken?

3. Finde Umkehrungen für den Gedanken

Nach der Beantwortung der vier Fragen zu einem Gedanken kehrst du ihn um und findest für jede Umkehrung drei echte Beispiele dafür, wie die Umkehrung für dich genauso wahr oder wahrer ist als der ursprüngliche Gedanke.

Es gibt drei verschiedene Arten von Umkehrungen, hier am Beispiel für „Annette hört mir nicht zu“:

  • Kehre den Satz ins Gegenteil um.
    Das ist möglich durch eine Verneinung des ursprünglichen Gedankens: „Annette hört mir zu“.
  • Kehre den Satz um zur anderen Person.
    Vertausche die handelnden Personen im Satz: „Ich höre Annette nicht zu.“
  • Kehre den Satz um zu dir selbst.
    „Ich höre mir selbst nicht zu.“ – In welcher Hinsicht hast du dich selbst so behandelt in der Situation

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Betrachte alle Umkehrungen der Reihe nach: Könnte diese Aussage auch wahr oder sogar wahrer sein als der ursprüngliche Gedanke? Wenn die Antwort „ja“ lautet, dann finde auf spielerische, erfinderische und womöglich selbstkritische Weise drei echte, authentische Beispiele, die die Wahrheit dieser Umkehrung deutlich machen. Finde die Beispiele, ohne dir selbst Vorwürfe zu machen.

Wenn du drei Beispiele zu jeder Umkehrung gefunden hast, kehr zurück zu dem Arbeitsblatt, das du ausgefüllt hast, und wähle den nächsten Gedanken, den du untersuchen möchtest.

Im Verlauf dieser Befragung und durch den Spiegel anderer wirst du Seiten an dir sehen, die du länger nicht mehr betrachtet hast. Auf diese Weise eröffnen sich neue Sichtweisen und Perspektiven. Dein Bild von der scheinbaren Realität wird so ein Stück vollständiger.

Die klassische Psychologie hat sich lange Zeit nur auf psychologische Störungen und Krankheiten konzentriert und sich mit Krisen und Konflikten beschäftigt. Der Fokus lag auf dem, was nicht funktioniert. Die Positive Psychologie hingegen hat eine ressourcenorientierte Sichtweise auf den Menschen und befasst sich vor allem mit den Grundlagen eines guten Lebens - also mit dem, was das Leben lebenswert macht.

 

Dazu gehört unter anderem die Forschung zu Zufriedenheit im Leben: Was haben Menschen gemeinsam, die glücklich sind? Wie erreichen sie diesen Zustand? Und was können „gesunde“ Menschen tun, die ihre Lebenszufriedenheit steigern möchten?

 

1954 hat der humanistische Psychologe Abraham Maslow den Begriff Positive Psychologie erstmals verwendet. Seitdem hat sich eine eigene Forschungsrichtung etabliert. In den letzten Jahrzehnten wurde die Positive Psychologie maßgeblich durch die Arbeiten von US-amerikanischen Psychologen Martin Seligman geprägt und vorangebracht. Seit Mitte der 1990er Jahre legen die Neurowissenschaften zahlreiche Forschungsergebnisse vor, die Glück und Unglück als gänzlich unterschiedliche Systeme darstellen, die vollkommen andere innere Prozesse bei Menschen aktivieren.

 

Die Positive Psychologie beschäftigt sich auf wissenschaftlich fundierter Basis mit folgenden Schwerpunkten:

  1. Erforschung der positiven Emotionen
  2. Erforschung des positiven Charakters, d. h. Stärken und Fähigkeiten, die positive Emotionen hervorbringen
  3. Erforschung positiver Strukturen: Welche übergeordneten Strukturen, die auf den einzelnen Menschen wirken, unterstützen den positiven Charakter, der wiederum positive Emotionen hervorbringt

„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.” Dieses Mantra des Philosophen Ludwig Wittgenstein gilt in besonderem Maße für Veränderungsarbeit, wo viele Prozesse auf unbewusster Ebene ablaufen. Oft ist es für Menschen nicht möglich, die wichtigen Erkenntnisse dieser Dimension in Worte zu fassen.

 

Wir setzen in unserer Arbeit daher auf Aktionsmethoden, um persönliche oder systemische Fragen szenisch darzustellen und zu bearbeiten. Durch Aktionsmethoden können Menschen und Teams mit Herz und Verstand spielerisch Veränderungen gestalten und neue Alternativen ausprobieren.

 

Dies können zum Beispiel Methoden aus dem Improvisationstheater oder dem Psychodrama sein. Über diesen Weg ist es möglich, dass Klient:innen ihre Fragen im Spiel räumlich-konkret ausdrücken. So werden abstrakte Sachverhalte konkret und Perspektiven ändern sich. Es öffnet sich ein geschützter Raum, um neue Lösungsmöglichkeiten auszuprobieren. Emotionen, Impulse und Gedanken, die während der Arbeit aufkommen, können zu neuen Erkenntnissen und Veränderungen führen.

 

Zum Repertoire der Aktionsmethoden zählen auch Aufstellungen. Wir arbeiten dabei nach den Prinzipien der systemischen Strukturaufstellung nach Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd, die unsere Arbeit seit vielen Jahren inspirierend begleiten. Über Aufstellungsarbeit werden Beziehungsmuster und Problemgefüge in Familien, Teams oder anderen Gruppen sichtbar.

 

Es gibt Aufstellungen mit Gegenständen, beschrifteten Kärtchen oder auch mit Menschen, die für verschiedene Elemente im System stehen. Das szenisch Erlebte wird anschließend gemeinsam reflektiert und lässt sich aufgrund seiner Unmittelbarkeit sehr gut auf den Alltag übertragen.